Author Archives: Maximilian Huber

Pride-Month: Erinnerungskultur mal anders

 

„Auch das kulturell Sichtbar-Werden der Differenz ist ein Akt der Gleichberechtigung: Die unsichtbar Gemachten realisieren gleiches Recht im Hinblick auf Repräsentiert-Sein, Wertgeschätzt-Sein und nicht mehr Diskriminiert-Sein in kulturellen Symbolsystemen. Zukunftsperspektiven bleiben dabei offen für die Freiheiten der Einzelnen und der Gemeinschaften, in denen sie sich zusammenfinden.“ Annedore Prengel. Auf dem Bild zu sehen: Max von Theben und Emanuel Kasprowicz. Seit Jahren setzen sich die Mitglieder von Projekt Randerscheinungen für Menschenrechte und kulturellem und öffentlichem Sichtbarwerden der queeren Community in Landsberg ein.

 

Heute als Person aus der „queeren“ Community in einem Land wie Deutschland „frei“ oder „gleicher“ als Menschen der heterosexuellen Mehrheitskultur leben zu  können ist ein hart umkämpftes Recht, das keineswegs selbstverständlich ist. Wir erinnern uns im Pride-Monat an diese Zeit und Gedenken auch den Opfern der LGBTQI-Community, die damals in Deutschland nicht frei leben konnten. Menschen wurden aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Identität ausgegrenzt, verfolgt und ermordert. Aber auch heute ist es in 71 Ländern illegal, LGBT(QI) zu sein und in einigen davon gibt es noch sogar noch heute die Todesstrafe für derartige Abweichungen von der Heteronormativität. Wir setzen uns für Menschenrechte in Landsberg am Lech ein und feiern 2020 Vielfalt, Integration und Verantwortung. Aber auch heute wird diese Freiheit von einigen Strömungen und von Gedankengut bedroht.

 

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Interview mit Max von Theben

„Mein aktuelles Stück ist positiv, lebensbejahend und saukomisch. Eine Homage an das Leben, die Familie und die Psychotherapie.“

von Marius Braunmüller

 

Von Theben über sein neues Stück „Zitronen sind süße Früchte“, die Auszeichnung mit dem Ellinor Holland Kunstpreis in der Kategorie Nachwuchs und politische Bildungsarbeit gegen rechts. 

 

Max von Theben über sein sechstes Theaterstück „Zitronen sind süße Früchte“

 

Max, das neue Stück heißt Zitronen sind süße Früchte. Was bedeutet der Titel und worum geht’s?

 

Es geht um einen skurrilen Familientrip. Eine Familie muss es miteinander aushalten und bleibt stecken. Was dann folgt ist mehr oder weniger eine Familientherapie. Wir geben uns Mühe das Ganze ultrakomisch und überspitzt zu gestalten. Der Titel löst sich am Ende des Stückes auf, eigentlich geht es um ein Musikstück, das Projekt Randerscheinungen zum ersten Mal produziert. Mehr will ich nicht verraten.

 

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RASSISMUS LÄUFT HÄUFIG UNBEWUSST AB

Künstler Ali Mahmoud in Landsberg

von Maximilian Huber

 

Am 1. März eröffnet die Ausstellung “Mensch du hast Recht(e)!“ der Bildungsstätte Anne Frank in Landsberg. Neben den Stationen der Bildungsstätte und Performance Kunst werden auch Bilder von Arman Asatryan und Ali Mahmoud zu sehen sein. Das rMagazin online ging mit dem syrischen Künstler ins Gespräch.

 

Ali, was denkst du kann man gegen Diskriminierung machen?

 

„Das Problem bei Rassismus und Diskriminierung ist, dass sie häufig subtil und unbewusst ablaufen. Aber man kann darüber sprechen und so dafür sorgen, dass Menschen sich besser reflektieren. Wir urteilen zu schnell über andere Menschen, ohne uns dabei selbst zu reflektieren. Das geht schon bei bestimmten Äußerungen los.”

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Souhaila Amade – Ich stelle einen Teil meines Lebens dar

von Marius Braunmüller

 

Schauspielschülerin Souhaila Amade tritt am 1. / 2. Und 8. März in der Säulenhalle in Landsberg auf.

 

Souhaila Amade macht derzeit eine Ausbildung als Schauspielerin in München. Auch sie hat die Ausstellung „Mensch du hast Recht(e)!“ mit organisiert. Sie ist in einer der Performances zu sehen. Das Konzept und die Umsetzung für „Silent Bird“ stammen von ihr und Max von Theben. Immer wieder tauschten sie sich aus und entwickelten eine Performance, die auch das Publikum mit einbeziehen wird.

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