© Thorsten Jordan & Andreas Liedl

 

Theaterprojekt Rome(o/a) & Julia(n)

 

Es gab Standing Ovation und Jubelrufe für unser letztes Stück Rome(o/a) & Julia(n).  Workshops auf Spendenbasis zu den Chores aus dem Stück finden am 7. Juni in Kaufering statt (siehe unten). Also schnell, die Kurse sind schnell ausgebucht!  Wir möchten uns herzlich bei unseren Zuschauern für euren Besuch an unseren vergangenen Aufführungen bedanken! 


 

 

 

Workshops auf spendenbasis – ROME(0/A) UND JULIA(N)

Fans und Interessierte des inklusiven Theaterstücks „Rome(a/) und Julia(n)“ dürfen sich freuen: Das Moving Art Studios in Kaufering bietet auf Spendenbasis einige der beliebten Choreografien aus dem Stück erneut an! 

Am 7. Juni 2024 hatten Tanzbegeisterte die Gelegenheit, zwei einzigartige Choreografien live zu erleben:

 

Malombo Schwungvolle Atmosphäre der 20er Jahre mit dem Charleston aus dem ersten Akt von „Rome(a/) und Julia(n)“. Die Choreografie besticht durch ihren Witz und beinhaltet Accessoires wie Schirm, Charme und natürlich Melonen… äh, Zylinder!

 

Vouging Erleben Sie die flotte Choreografie aus dem stylischen Hairsaloon des dritten Akts, inspiriert von den pulsierenden 80er Jahren.

Alle Spenden kommen dem Verein VIVA Randerscheinungen und zukünftigen Projekten zugute!

 

MEHR zum vergangenen theaterprojekt 2024

 

 


 


Stille Helden und Nominierung zum Deutschen Engagementpreis

Der Deutsche Engagementpreis ist die wichtigste Auszeichnung für bürgerschaftliches Engagement in unserem Land. Der Landkreis Landsberg hat Maximilian Huber als „Stillen Helden“ ausgezeichnet und ihn daraufhin für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Max hat die Nominierung angenommen:

„Diese Nominierung sehe ich stellvertretend für die Vereine VIDA und Randerscheinungen und all die Menschen, die diese Projekte unterstützen“, sagt Max. „Es geht um Sichtbarkeit, Sicherheit und Empowerment. Menschen ermutigen, Grenzen zu überwinden und sich wieder etwas zuzutrauen. Vulnerable Gruppen in ihrer Vielfalt vereinen, gemeinsam stärker sein, als alleine. Auch in der Kleinstadt. Mir bedeutet die Nominierung viel, nicht nur weil ich als queerer Mann – sondern für queeres Engagement vorgeschlagen wurde. Vor einigen Jahren für mich unvorstellbar in Deutschland.“ Folgt uns auf Social Media und erfahrt, wie es weitergeht. Gemeinsam können wir viel bewegen! Hier erfahrt ihr mehr über den Deutschen Engagementpreis:

 

👉  deutscher engagementpreis

 

 

 


 

 

Rückblick Mondlicht 2022 – projekt für alle!

Das audiovisuelle Tanz-Theater-Erlebnis „Mondlicht“ ist die Inszenierung zum 10-jährigen Bestehen von Randerscheinungen. Über zwei Jahre hinweg haben Menschen mit und ohne Behinderung in diesem inklusiven Projekt gemeinsam Musik erstellt, Tänze und Gesang einstudiert. Mondlicht entführt mit raunender Musik und Einlagen an hoch schwebenden Aerial-Hoop Ringen in eine fremde Welt aus mysteriösen Klängen und wilden Kreaturen. Im Vordergrund steht dabei Ausgrenzung und deren Überwindung. Sänger und Musical-Darsteller Emanuel Kasprowicz und Lydia Liedl der Moving Art Studios führen Regie und haben mit den Teilnehmenden das Stück nach einer Idee von Maximilian Huber und Marwane Belhaimeur entwickelt. Auf der Bühne dabei sind die Schauspielerin Souhaila Amade (Netflix „Kitz“) und die Tänzerin Anna Maria Johannes (Kulturförderpreisträgerin, Ellinor Holland Kunstpreisträgerin). Randerscheinungen wurde 2014 mit dem ExNorm Award der beruflichen Schulen und 2018 mit dem Ellinor Holland Kunstpreis in der Kategorie Nachwuchs für sein Engagement ausgezeichnet.

 

Regie: Emanuel Kasprowicz & Lydia Liedl

Regieassistenz: Uli Geske 

Art: Performance

 

Special Guests:

  • Souhaila Amade
  • Anna Maria Johannes

 

Mehr dazu

 

 

Preisverleihung im Landsberger Stadttheater: Projekt Randerscheinungen mit Mandragora

 

 




ARTS & DIVERSITY: ANNE FRANK

Bei dem Kunstworkshop erforschten wir 2018 gemeinsam mit dem syrischen Künstler Ali Mahmoud Fragen zu Diskriminierung und Fremdheit. Gemeinsame Grundlage der Bilder waren Zitate aus dem Tagebuch der Anne Frank. Auf unterschiedliche Art verarbeiteten die Teilnehmenden die Zitate aus dem Tagebuch in ihren Bildern, die auf verschiedenen Sprachen zur Verfügung gestellt wurden. Mahmouds Bilder und Bilder des armenischen Designers Arman Asatryan wurden später im Rahmen der Ausstellung „Mensch du hast Recht(e)!“ gezeigt. Dadurch ergaben sich intersektionelle Perspektiven auf Diskriminierung und Ausgrenzung, durch welche die Teilnehmenden das Phänomen Ausgrenzung aufgrund sexueller Orientierung, religiöser Zugehörigkeit oder Antisemitismus kreativ zum Ausdruck bringen konnten. Weiterlesen

 

 


 

AUSSTELLUNG MENSCH DU HAST RECHT(E)!

„Weil ich immer noch an das Gute im Menschen glaube“, schrieb Anne Frank am 15. Juli 1944. An ihr kurzes Leben erinnern Fotos, Zeichnungen und Notizen, die zusammen mit Bildern, Installationen und unterschiedlichen Objekten in der Ausstellung „Mensch, du hast Recht(e)“ der Bildungsstätte Anne Frank in Landsberg am Lech zu finden sind. Trotz Ferienbeginn und Fasching fanden dazu zahlreiche Besucher den Weg in die Säulenhalle. Ein dünner, weiß gekleideter junger Mann steht auf einer hohen Leiter – mit einem Strick um den Hals. Auf eine weiße Wand hinter ihm steht mit Blut geschrieben „Er ist schwul“. Eine junge Frau – mit Ketten am ganzen Körper gefesselt. In Eisblöcken vor ihr sind Schlüssel eingefroren, mit denen sich die Schlösser öffnen lassen. Eine Frau in bodenlangem weißem Gewand (Kleid der Erinnerung) steht auf einem Stuhl. Auf ihrem Kleid notieren Besucher ihre Gedanken zum Holocaust. Gekleidet in einem hautfarbenen, enganliegenden Body und Strümpfen und damit nackt und schutzlos wirkend, sitzt eine Frau mit „zugenähtem Mund“. Weiterlesen

 

ERFOLGSMOMENTE: EX-NORM AWARD

Bevor Oswald Kurr seinen Festvortrag bei der Abschlussfeier 2014 der Fachoberschule Landsberg  hielt, hatte seine Stellvertreterin Rosemarie Bastuck die Versammlung auf das umfangreiche Programm mit einer Reihe von Ehrengästen eingestimmt. Namens des Elternbeirats zeichnete Thomas Planer den Absolventen Julian Pietsch mit dem „Ex-Norm Award“ aus. Pietsch hatte gemeinsam mit seiner Theatergruppe ein Theaterstück geschrieben, das an die gesellschaftliche Akzeptanz appelliert und bei seiner Aufführung an der Schule für Überraschungen sorgte. Dieser Award werde vom Elternbeirat künftig jährlich für ein „Engagement außer der Norm“ verliehen. „Es war damals ein überwältigender Moment als der Elternbeirat vor meiner Haustür stand, um mir persönlich die Nachricht zu überbringen. So eine Auszeichnung ist eine Anerkennung stellvertretend für die Gruppe und für das Thema. Wir wurden für unser Engagement anerkannt und sichtbar in der Schule. Die Diskriminierten haben sich Gehör verschafft und Abwertung verwandelte sich in Anerkennung. Das hat mich und alle anderen gestärkt.“ sagt Julian Pietsch heute. weiterlesen

 

 


 

 

© Jürgen Bauer

ICH STELLE EINEN TEIL MEINES LEBENS DAR

Souhaila Amade machte eine Ausbildung als Schauspielerin in München und trat in der Säulenhalle für Menschenrechte und gegen Rassismus auf. Seit Jahren engagiert sie sich ehrenamtlich im Verein. Auch sie hat die Ausstellung „Mensch du hast Recht(e)!“ mit organisiert. Sie war in einer der Performances zu sehen. Das Konzept und die Umsetzung für „Silent Bird“ stammen von ihr und den anderen Künstler*innen. Immer wieder tauschten sie sich aus und entwickelten eine Performance, die auch das Publikum mit einbezog. „Die Leute zum Nachdenken anregen und sich auf Neues einzulassen, ist mein Anliegen. Und für mich als Schauspielerin neue Grenzen auszutesten, weil ich über zwei bis drei Stunden sitze beziehungsweise performe. Ein Großteil liegt in der Hand des Publikums. Man weiß also nicht was passieren wird.“ Sagt Souhaila Amade. „Ich stelle einen Teil meines Lebens dar und bin aus einem bestimmten Grund in der Gruppe dabei. An Randerscheinungen ist besonders, dass persönliche Themen auf jeden Einzelnen abgestimmt werden. Es wird inklusiv gearbeitet und künstlerisch wird jedes Jahr etwas Anderes ausprobiert. Das Spektrum ist breit und ich kann das, was ich in der Schauspielschule lerne gut umsetzen.“ Erzählt sie dem rMagazin online. Weiterlesen

 


 

ELLINOR HOLLAND KUNSTPREIS

Die Gruppe Randerscheinungen widmet sich – wie der Name schon sagt – Randgruppenthemen. Sie begegnet Vorurteilen, stellt sich gegen Ausgrenzung und thematisiert Homosexualität. Im Rahmen der Kunstpreisgala im Stadttheater zeigte die Gruppe eine besondere Choreografie. Das Team wurde von dem Schauspieler, Tänzer und Sänger Emanuel Kasprowicz unterstützt, der zusammen mit Lydia Dittlein aus Kaufering die Choreografie leitete. Und sie wurde auch ausgezeichnet – mit dem Preis in der neu geschaffenen Kategorie „Nachwuchs“. „Sie sind ungewöhnlich. Sie trauen sich was, sie verbinden Jung und Alt und sie provozieren“, sagte Jürgen Marks, der stellvertretende Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen, in seiner Laudatio. „Die Auszeichnung mit dem Preis bedeutet der Gruppe viel. Eine derartige Anerkennung im Kreise der Kulturschaffenden hat die Gruppe stark gemacht“ sagt Huber. Weiterlesen

 

 


 

 

Projekt Randerscheinungen in der Säulenhalle: Perfomance und Ausstellung zusammen mit der Bildungsstätte Anne Frank.

Rassismus läuft häufig unbewusst ab

Am 1. März eröffnet die Ausstellung “Mensch du hast Recht(e)!“ der Bildungsstätte Anne Frank in Landsberg. Neben den Stationen der Bildungsstätte und Performance Kunst werden auch Bilder von Arman Asatryan und Ali Mahmoud zu sehen sein. Das rMagazin online ging mit dem syrischen Künstler ins Gespräch. Der Syrien-Krieg hat bislang fast eine halbe Million Menschenleben gefordert und zwölf Millionen Menschen zu Flüchtlingen gemacht, was circa der Hälfte der syrischen Bevölkerung entspricht. Etwa 6,1 Millionen Syrer gelten als Binnenflüchtlinge, circa 5,6 Millionen sind ins Ausland geflohen. Einer von ihnen ist Ali Mahmoud, der heute, zusammen mit seinem jüngsten Bruder, in Augsburg lebt.

Ali ist 30 Jahre alt, er hat fünf Geschwister. Der Krieg hat die Familie auseinandergerissen, die Familienmitglieder leben heute in Deutschland, Holland, Österreich und Dubai. Ali, deine Graphiken wirken auf den ersten Blick ziemlich düster. An wen adressierst du deine Graphiken? „Meine Grafiken richten sich direkt an die Seelen der Menschen. Sie können dabei Angst, Unsicherheit und Fremde empfinden. Es kommt darauf an, wie bereit sie dafür sind und was der Betrachter sehen will. Ihre Wahrnehmungen spiegeln dabei immer ihr eigenes Denken und Empfinden wieder.“ sagt Ali Mahmoud.  Erzähl uns etwas über das Entstehen einer Graphik. Es ist ja ziemlich aufwendig, oder? „Man kann Graphiken nur in verschiedenen Etappen erstellen. Es ist ein Prozess, der lange dauert und dieser Schaffensprozess reinszeniert und reinterpretiert einen Teil meiner Selbst.“ erzählt Ali Mahmoud dem rMagazin. weiterlesen

 


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